/ Das Projekt "Züri töönt!"

Mit dem vorliegenden Projekt soll das spannende und geschichtsträchtige Zürich ins Zentrum eines musikalischen Werkes gestellt werden. «Züri töönt!» ist eine Symbiose aus Musik, Informa-tion und Unterhaltung und soll auf humorvolle Weise historische und aktuelle Geschichten der Stadt erzählen.


/ Inhalt

Das Werk „Züri töönt!“ zu beschreiben bringt einige Schwierigkeiten mit sich, da es als Gesamt-werk bisher in keine Schublade passt. Es soll ein abendfüllendes musikalisch-dramatisches Werk für ein sinfonisches Blasorchester, eine Geige, ein Akkordeon und einen Conférencier werden. 

 

Im Zentrum von „Züri töönt!“ werden Inhalte und Anekdoten aus der Entstehungsgeschichte von Zürich bis hin zur Gegenwart stehen. Durch das Komponieren von situativ angepasster Musik (von volkstümlich bis jazzig, klassisch bis rockig) kann ein dramaturgisch sinnvoller roter Faden gesponnen werden, so dass Form, wie auch musikalischer und geistiger Inhalt, aufeinander abgestimmt sind. Kompositorisch wird sich das Werk an romantischen Tondichtungen aus dem 20. Jahrhundert orientieren, wobei die formale Struktur im Stile von Mussorgsky’s „Bilder einer Ausstellung“ geplant ist. Das Werk wird aufgrund seiner durchkomponierten Form zwar an dramatischen Gattungen wie Oper und Musical erinnern, sich aber hinsichtlich der Stellung des Orchesters und der Art und Weise, wie der Inhalt präsentiert wird, davon unterscheiden. Musik und Wort sollen gleichwertig sein und sich ergänzen, so dass durch die Symbiose ein ganzheitliches Werk entstehen wird.


/ Protagonisten

Christof Bühler (*1988) aus Hellbühl LU studierte Theaterwissenschaft und Geschichte in Bern und München. Seit dem Studium arbeitet er als Theatermacher, Regisseur für Laientheater-gruppen (Küssnachter Theaterleute, Voralpentheater Luzern, Trachtengruppe Hettiswil), Bühnenbildner (u.a. Landschaftstheater Ballenberg, Kellertheater Winterthur, Theatergruppe des Gymnasiums Neufeld Bern) und Bühnenbauer (z.B. für PENG! PALAST Bern). Zudem war er jahrelang im Berner StudentInnen Theater BeST aktiv und ist Gründungsmitglied des Berner Theaterkollektivs Faust Gottes. Seit mehreren Jahren ist er als freischaffender  Conférencier und Moderator in der ganzen deutschsprachigen Schweiz unterwegs; mit  Blasmusikvereinen und Jodelchören in Mehrzweckhallen und Konzertsälen, als Moderator an Podiumsdiskussionen und Bingo-Abenden oder als Humorist im Kleintheater Luzern. Als Ausgleich arbeitet er in Teilzeit auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb in Hellbühl, den er dereinst zu übernehmen denkt.


Mit italienischen Wurzeln wird der Akkordeonist Sven Angelo Mindeci (*1979) in Zürich geboren, beginnt als Achtjähriger mit dem Akkordeonspielen und schliesst 2003 sein Studium bei Yolanda Schibli an der Musikhochschule Winterthur Zürich mit Auszeichnung ab. Zudem verzeichnet er zahlreiche Meisterkurse im In- und im Ausland u.a. bei Hugo Noth, Mie Miki, Joe Macerollo, Thedoro Anzelotti, Matti Rantanen, Ivan Koval, Alexander Dimitriev, Egbert Spelde. Als Kind prägt ihn vor allem die italienische und französische Volksmusik. Nach seinem klassischen Studium widmet er sich vermehrt der Folklore, dem Jazz und beschäftigt sich intensiv mit argentinischem Tango. Bereits während seiner Ausbildung kann Sven Angelo Mindeci grossartige Auftritte als Akkordeonist erleben. Solistisch, im Orchester und in kammermusikalischen Besetzungen sammelt er wichtige Konzerterfahrungen. Längst hat er sich als Musiker etabliert und spielt auf grossen Bühnen. In jungen Jahren beginnt er für verschiedene Formationen Arrangements zu schreiben. Er besuchte mehrere Arrangingkurse an der Hochschule und arrangierte seither für mehrere Bands. Heute ist Sven Angelo Mindeci Lehrer an der Musikschule Region Sursee. Er ist tätig als vielseitiger Solist, Arrangeur, Komponist und spielt in mehreren Formationen mit.

Andreas Gabriel (*1982) zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus und bewegt sich virtuos in ver-schiedenen musikalischen Genres. Er stammt aus einer mit der Schweizer Musiktradition ver-bundenen Nidwaldner Familie und spielte schon als Kind mit seinen Geschwistern und seinem Vater in der Familienmusik mit. Nach der Matura studierte Andreas Gabriel Geige an

der Musikhochschule Luzern bei Daniel Dodds. Nach Abschluss seiner Studien entdeckte er

seine Wurzeln neu, begann nach der verschollenen Fiedelmusik der Schweiz zu forschen und experimentierte mit altem Melodiengut. Inspiration waren ihm dabei die Feldaufnahmen ver-schiedener historischer Schweizer Geiger sowie aktuelle Volksmusikgeiger aus der ganzen Welt. Mittlerweile ist er in verschiedene Projekte von neuer, experimenteller und traditioneller Volks-musik eingebunden und sowohl auf nationalen als auch internationalen Festivalbühnen anzu-treffen. Andreas Gabriel wohnt in Luzern und unterrichtet Violine mit Schwerpunktfach Volks-musik an der Hochschule Luzern für Musik und an der Städtischen Musikschule Luzern. An Kursen und Workshops gibt er sein vielseitiges musikalisches Wissen weiter.